Kurzgeschichten
Deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus aller Welt veröffentlichen hier ihre Prosa. Wenn auch Du Dein Werk hier online stellen möchtest, dann schreibe mich über mein Kontaktformular an.
Ulli Engelbrecht: Der Auftrag: Such` Sandra...! - Vom Abenteuer in der Schallplattenrille
Julia war noch nicht da. Hoffentlich wollte sie nicht wieder diese Platte hören, dachte sich Bertram und gähnte und war sich aber doch sicher, dass sie natürlich diese Platte hören wollte. Es war schließlich Julias ganz persönliche Schmusemusik. Er mochte diesen Song nicht, nicht den Sound, vor allem nicht den Gesang. [weiter lesen]
Ulli Engelbrecht: Auch Ästheten kuscheln gern - Im Wohnparadies mit Josephine von Chris Rea
Möbel kaufen hat sehr viel mit Träumen zu tun, wenn man noch nicht weiß, was man will. Aber wir gucken erst nur, sagen sie sich beim Frühstück, da sie natürlich nicht wissen, was sie wollen. Damals, als sie sich kennenlernten, da wussten sie wenigstens, welche Musik sie mögen. Beim Konzert von Chris Rea hatten sie sich kennengelernt. Und als er bei der „Rockpalast“-Aufzeichnung in der Bochumer Zeche I Can Hear Your Heartbeat spielte, küssten sie sich zum ersten Mal. [weiter lesen]
Jan war eine halbe Stunde zu früh an seinem ersten Tag in der ‚Seniorenresidenz St. Elisabeth’, bereits um sieben Uhr meldete er sich bei der Frau hinter dem Empfangstresen. Die fragte ihn, ob er keine Uhr habe. [weiter lesen]
„Bis Freitag“, flötete Emilia und sah Hubert dabei zu, wie dieser in den frisch polierten Bentley stieg.
Ihr Mann würde die nächsten Tage in Japan sein. Geschäftlich. Mit seiner Sekretärin. Emilia störte das schon lange nicht mehr. Sie genoss die Vorzüge seines Vermögens in vollen Zügen und lebte mehr oder weniger ihr eigenes Leben. [weiter lesen]
„Ach Kind, wo kommst du denn bloß wieder so spät her?“ Anna sah ihre Tochter vorwurfsvoll an. „Du weißt doch ganz genau, dass der Alte es nicht leiden kann, mit dem Essen zu warten. Sei froh, dass er schon im Bett liegt.“ [weiter lesen]
Moni ist tot. Ihr Name steht in schwarzen Lettern in der Zeitung. Ich lese die Traueranzeige noch einmal, obwohl es keinen Zweifel gibt. [weiter lesen]
Angie Pfeiffer: Herzstillstand
Sie kam nur mühsam zu sich. Alles um sie herum schien verzerrt und gleichzeitig irgendwie verschwommen. Erschöpft schloss sie erneut die Augen.
Der Schmerz holte sie wieder an die Oberfläche zurück. Dumpfer Schmerz, überall!
„Können sie mich hören“, irgendwo im Hintergrund redete jemand. „Können sie mich ansehen?“ [weiter lesen]
Angie Pfeiffer: Kindheitserinnerung
„Ach, mein Frollein Tochter meldet sich auch mal wieder!“
Mit diesem unterschwelligen Vorwurf schnitt Mutter mir das Wort ab. Dabei hatte ich sie angerufen, um ihr zu erzählen, dass mein erster Roman veröffentlicht worden war. Ich platzte beinahe vor Stolz. Doch jetzt, nach diesem Kommentar konnte ich nichts mehr davon sagen. [weiter lesen]
Ingrid Karmann: Tschüss Mama ...
Ich bin jetzt schon solange hier oben und von Mama ist weit und breit keine Spur. Sie wird mich ja wohl nicht vergessen haben? Nein das kann sie nicht! Schließlich bin ich ihr Kind. Sie wird mich sicher suchen, davon bin ich überzeugt.
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Carolyn Pini: Die Katze und der Tod, Der Katze Tod, Des Todes Katze (Drabbles)
Üppig duftender Sommerwind streicht durch sein rostrotes Fell. Seine Nackenhaare sträuben sich. Kein Vogel singt. Felix spürt sein Kommen. Über den Abendfunken reitet er mit dem Sommerwind. [weiter lesen]
Es kommt ein Schiff geladen ... was für ein wunderbares Weihnachtslied, dachte Marlene, drückte beide Kleider gegen ihre Brust und drehte sich vor dem Spiegelschrank im Schlafzimmer. Sie stemmte einen Fuß fest in den Teppichflor und zog das andere Bein ein wenig an, so hatte sie es schon in alten Filmen gesehen, mit Marylin Monroe zum Beispiel, oder Grace Kelly, deren Kleider weite Bögen beschrieben und federleicht über dem Boden schwebten. [weiter lesen]
Ach, wieder so ein schwerer Tag, fühl mich arg beklommen, schon seit Wochen ist es mir, als wolle die Welt mir nicht mehr zu einem Ort der Freude werden. Der Gestank gesammelter Emotionen malt unentwegt ein düsteres Bild von schwärzesten Gedanken in mir. [weiter lesen]
Als die Schulglocke läutete, warf Tim so schnell er konnte, alle Hefte, Stifte und Bücher in seinen Rucksack und lief aus der Klasse. Der Vormittag war ihm endlos erschienen und er konnte sich an nichts erinnern, was Frau Lohmann gesagt hatte. [weiter lesen]
...als die Hand Gottes vom Himmel fiel...
da wurde es Nacht und der Tag war für immer verschwunden. Aber wir hatten noch den Mond, der uns Licht spendete. Ein kleines Licht zwar, aber immerhin ein Licht. Die Menschen besannen sich auf das "Wieso und Warum". Und darauf, wie sie ihre Einstellung zum Leben ändern könnten. [weiter lesen]
Rosita Hoppe: Mein kleiner Freund
Ich schloss die Augen und genoss die letzten Sonnenstrahlen dieses herrlichen Oktobertages. Mein Stuhl stand dicht an der Hauswand, die noch die Wärme der Sonne reflektierte. Ein leichter Wind ließ die Blätter der umliegenden Bäume leise flüstern. [weiter lesen]
Es war eine düstere Novembernacht und ich war allein zuhause. Der Hund hatte schon ein paar Mal angeschlagen, als er gegen Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile hin und her, hörte das alte Haus ächzen und knarren und war gerade eingeschlafen, als ich spürte, dass es ganz hell im Zimmer geworden war. Ich öffnete die Augen und sah Tom vor meinem Bett stehen.
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Katrin Zill: Das geheimnisvolle Geschenk
Es kam mit der Morgenpost: ein ganz normal aussehendes Paket in braunem Packpapier und verschnürt mit derber Doppelschnur. Es unterschied sich in nichts von den Tausenden anderer Pakete, wie sie die Postboten tagtäglich austragen. Mit diesem aber hatte es eine besondere Bewandtnis – eine ganz besondere sogar. [weiter lesen]
Jutta Ouwens: Die Putzteufelin
Ich war elf Jahre alt, im Herbst vor Tschernobyl, als die Putzteufelin in unser Haus zog. Das Apartment im Erdgeschoss lag neben der Toreinfahrt zum Garagenhof. Ein Zimmer mit Küche und Duschbad. Es hatte seit Ewigkeiten leer gestanden.
Wir wohnten in der zweiten Etage, Ulla in der dritten und der dicke Heiner in der ersten. [weiter lesen]
Mitte der siebziger Jahre lernte ich sie kennen, das heißt wir lernten sie kennen, wir alle, die wir zum Clan der alten kleinen Kneipe gehörten.
Von Beruf war sie Lehrerin, an einer Grundschule.
Lehrerin und Junggesellin, heute würde man sie im schönsten Neudeutsch als Single bezeichnen. [weiter lesen]
Raniero Spahn: Die letzte Nacht
Der Umzug stand unmittelbar bevor.
Schon seit einigen Tagen waren die Handwerker im Haus; in demselben Haus, in welchem sie noch wohnten, das aber bereits verkauft war und das sie in Kürze verlassen würden.
Sie waren zu viert; die Mutter mit ihren beiden Kindern, der dreizehnjährigen Tochter und dem siebenjährigen Sohn sowie ihr Lebensgefährte, der seit ihrer Scheidung mit ihnen zusammenlebte. [weiter lesen]
Er war als schneller, sportlicher Fahrer bekannt, nicht wenige bezeichneten ihn gar als Raser. Wenn er mit dem Auto unterwegs war, kannte er keine langsamen Geschwindigkeiten, wie er selbst betonte, das war er seinem schnellen Hirschen, einem Auto der Luxusklasse, schuldig. [weiter lesen]
Lola Victoria Abco: "Die erste Zigarette"
War es der gleiche Tag gewesen? Wie konnten der Nachmittag und der Morgen eines Tages so unterschiedlich sein? Am Morgen waren Marianne, Hiltrud und ich losgegangen, lachend. Unterwegs war dann das Lachen verstummt. [weiter lesen]
Sie war von kleiner Statur, ein mütterlicher Typ.
Nicht der Typ Frau, den man vor Augen hat, wenn man von rassigem südländischem Aussehen spricht. [weiter lesen]
„Dreh dich nicht noch einmal um ....“
So oder ähnlich begann der Text einer Schnulze aus den Fünfzigern, zu der einst unsere Altvorderen das Tanzbein schwangen. [weiter lesen]
Katharina Sturm: Ein guter Tag
Es war ein beschissener Tag. Ein Trauertag, ohne Trauergrund.
Sie lebte schon seit über zehn Jahren hier und es hatte ihr nie besonders gefallen, bis auf wenige, seltene Sonnenauf- und Untergänge, die einen purpurnen Himmel zurückließen, zinnoberrote Flammen züngelten dort und wärmten ein wenig ein erkaltetes Gemüt. [weiter lesen]
Anna Schneider: Wer zuletzt lacht (Platz 1 KG-Wettbewerb 2008)
Opfer Nummer eins: Edith Ankerst, 25 Jahre, blond, zierlich, unverheiratet. Kommissar Niemayer vergrub die Hände in seinen Haaren und starrte frustriert auf die vergilbte Schreibtischoberfläche. [weiter lesen]
Torsten Schunk: Schon groß (Platz 2 KG-Wettbewerb 2008)
Frank hört die Gartenpforte ins Schloss fallen. Durch die Scheibe, die von seinem Atem beschlagen ist, erkennt er den Vater, der hinüber zur Garage geht. Es ist dunkel draußen. [weiter lesen]
Christine Sylvester: Die Frau des Bankdirektors (Platz 3 KG-Wettbewerb 2008)
Heute war genau der Tag, der später auf ihrem Totenschein als ihr letzter notiert werden sollte. Es war ein herrlicher Spätsommertag, an dem Sybille Lachmann voller fieser Pläne und ohne die Spur einer Vorahnung war. [weiter lesen]
Jutta Ouwens: Die Methode ist übertragbar
Heute sage ich stolz: Das Experiment war erfolgreich, mein Leben ist entrümpelt. Ab jetzt reihen sich die Tage übersichtlich aneinander, alles Überflüssige wurde eliminiert. [weiter lesen]
Die Morgendämmerung brach herein und tauchte die Wiese vor der alten efeuüberwucherten Pension in tiefen Nebel. Ein seichter Wind wirbelte vereinzelte Blätter am Boden auf - das Bed & Breakfast-Schild an dem Haus schaukelte sachte an seinen zierlichen Ketten – eine schwarze Katze huschte lautlos durch den morgendlichen Dunst. [weiter lesen]
Vor den Augen mehrerer Museumsbesucher begann sich der Denker, der oben auf dem Höllentor saß, langsam zu bewegen. [weiter lesen]
Eine Woche nach Erwins Beerdigung hatte Hermine die Baumwollvorhänge in die Reinigung gebracht. Nun hingen sie wieder vor dem Schlafzimmerfenster. Durch den orangeroten Stoff kroch die Sonne auf ihre Lider, denn, so wollte es Hermine, ihre Augäpfel sollten schwimmen in Wärme und Freundlichkeit. [weiter lesen]
Ingrid Karmann: Der Mann in ihrer Küche
„Verdammter Wasserhahn! Nur für eine dumme Dichtung kommt kein Klempner raus. Jedenfalls nicht so schnell. Daran verdienen sie nichts, da ist die Anfahrt teurer als alles andere!“, fluchte sie vor sich hin. [weiter lesen]
Hänsel und Gretel waren die Kinder eines armen Holzhackers. Die Zeiten waren schlecht, der Holzhacker wurde für seine Arbeit schlecht bezahlt. Schließlich wurde er sogar von der Holzhacker-Firma entlassen und musste von Hartz IV leben. [weiter lesen]
Jutta Ouwens: Geh doch mal unter Menschen
Hast du gesehen, wie schön es draußen ist, sagen sie fast gleichzeitig und halten ihre Hand. Nicht fest, sie spürt kaum Druck, nur ein Huschen der warmen Finger. [weiter lesen]
Andrea Moseler: Adas Erinnerung an weiße Weihnachten
Es ist kalt geworden draußen. In den letzten Jahren haben sich die Jahreszeiten immer ein wenig mehr nach hinten verschoben. Der Herbst lässt seine letzten Blätter bis weit in den Dezember fallen. [weiter lesen]
Die alljährliche Jahreshauptversammlung des Alphabets fand in diesem Advent bei gedrückter Stimmung statt. Der festlich geschmückte Satzbausaal, die köstliche Buchstabensuppe, ja selbst die eifrige Wortwahl – Combo mit ihren flotten Weisen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass etwas Einschneidendes geschehen war. [weiter lesen]
Gitta Becker: Geist, Seele und Körper treffen sich vorm Spiegel
Ein Körper stand vor dem Spiegel und schaute sich an.
Sagte die Seele zum Geist: „Was hat er nur der Körper?“
Antwortete der Geist: „Weiß ich auch nicht. Schau ihn dir nur an den Körper. Sieht der nicht furchtbar aus?“ [weiter lesen]
Anna Rybinski: Eine Liebe in England
Mein Vater war ein stolzer, angesehener Mann, ein Freisasse - ohne Lehnpflicht, ohne Abgaben. Viele haben sich für mich interessiert, ich wollte aber keine Verbindung eingehen. [weiter lesen]
„Clarissa! Was hab ich nur getan?“ Ihr Kopf schien zu platzen. Innerlich stellte sich Andrea immer wieder dieselbe Frage und fand keine Antwort. Schluchzend saß sie auf dem harten Stuhl vor dem Verhörzimmer und wartete darauf, was jetzt mit ihr passieren wird. [weiter lesen]
Hallo meine Freundin, sei willkommen, habe dich schon lange nicht mehr in dieser Dimension empfunden. Bin trauig un sag bar trauig. [weiter lesen]
Ute-Maria Graupner: Einer von diesen Abenden
Es war einer von diesen Abenden, an denen ein erotisches Fieber durch den lauen Frühsommerabend zu flimmern schien. Gabriela kannte dieses aufregende Gefühl aus den Tagen ihrer Jugend, an denen sie sich zu Festen begeben hatte, um zu flirten, zu tanzen und sich den so genannten Anzüglichkeiten hinzugeben. [weiter lesen]
Birgit Bauer: Die Geschichte von Ehe und Glück
Die Ehe kam irgendwann daher und klopfte an des Glückes Tür. Zwei Menschen hatten beschlossen, sich zu heiraten. Sich zu Trauen. Für immer. Sie waren verliebt und so erfreut darüber, dass sie sich gefunden hatten, sodass das Glück nur zu gerne mit der Ehe in ihr Leben einzog. [weiter lesen]
Renate Khan Boloki: Beschreibung eines Sonntags
Du stehst gutgelaunt auf, die Sonne scheint, doch während du Kaffee kochst, kommen dir auf einmal Zweifel. Du erinnerst dich an diesen Traum, den du hattest, er war angenehm, aber es war eben nur ein Traum, dein Ex ist nie so charmant und gefühlvoll gewesen wie heute Nacht und die Wirklichkeit ist ganz anders: du bist allein. [weiter lesen]
„Entschuldigung.“
Lehmann zuckte zusammen.
„Oh, ich wollte Sie nicht erschrecken“, sagte die Stewardess und fasste Lehmanns Schulter. „Möchten Sie ein Kissen?“ [weiter lesen]
Ute-Maria Graupner: Das Wesentliche
...Schweigend gehen sie zum Friedhof. Kein Schatten, alles ist wie erstarrt. Die Europäerin sieht sie vor sich, diese lebendige Frau, mit ihren offenen Blick und ihre agilen Bewegungen. Dass Großmutter wirklich tot ist? [weiter lesen]
Der alte Mann saß zusammengesunken auf einem Stuhl im Verhörzimmer. Tränen liefen ihm über die Wangen, seine toten Augen starrten ins Leere, das irgendwo in der Mitte des Tisches sein musste. [weiter lesen]
Ute-Maria Graupner: Ein seltsamer Freund
Ich blickte in den Spiegel. Das Gesicht in der Glasscheibe wackelte im Rhythmus der Zugbewegungen. Ihn konnte man trotzdem deutlich erkennen, den Mangel! Mangel und Makel standen in diesem Gesicht. [weiter lesen]
Katrin Zill: Das geheimnisvolle Amulett
Es war schon weit nach Mitternacht als Neale am PC saß und seine Nachtelfen-Kriegerin durch die virtuelle Welt eines Onlinegames jagte. Der junge Bankangestellte liebte diesen Zeitvertreib im Internet, doch heute saß er angespannt in seinem Chefsessel, blickte ständig auf seine Uhr und schaute sich nervös im Zimmer um. [weiter lesen]
„Okay sie Ratte, noch einmal von vorn. Ich kriege die Wahrheit schon aus ihnen heraus. Name!“
„Hugo Wybrandt, den habe ich ihnen schon zig-Mal gesagt.“
„Schnauze! Wo waren sie am Dienstagabend zwischen sieben und neun?“ [weiter lesen]
Kim van Suyling: Erlöstes Leben
Komm und hol mich du düsterer Gesell, aus der Qual des Lebens zu dir ins Reich der Finsternis. [weiter lesen]
Du wurdest ins Elend hineingeboren, soviel Leid dein Schicksalsweg dir beschworen. An Hunger und Pest deine lieben Eltern waren gestorben, nun du warst ein Kind von so Vielen, ein Kind ohne Wert und Gut. [weiter lesen]
Inka Loreen Minden: Der geheime Waldsee
Emma lief nun schon eine halbe Stunde durch den dichten Wald und freute sich darauf, bald ihren erhitzten Körper in dem kleinen Waldsee erfrischen zu können, den sie in wenigen Augenblicken erreichen würde. [weiter lesen]
Wie gelähmt saß Paula auf der Bettkante. Ihr Körper fühlte sich an wie Blei. Ein leises Summen erfüllte das Zimmer. Oder war es nur in ihrem Kopf? Draußen zwitscherten die Vögel. [weiter lesen]
Sie wartete. Paul kam spät und guter Dinge. Für ihn war der Tag sehr erfolgreich verlaufen, er hatte die Vorarbeiten für einen Gesellschaftervertrag abgeschlossen und danach ein stundenlanges Meeting mit den anderen Gesellschaftern hinter sich gebracht. [weiter lesen]
Katrin Zill: Leuchtendes Schweigen
Plötzlich wacht er auf und starrt mit leeren Augen zur Decke. Sein Schädel hämmert schmerzvoll. Es ist eine Stunde vor Weckerklingeln. [weiter lesen]
Nicole Henser: Geschöpfe der Nacht
Ein letztes „Gute Nacht, Schatz!“. Der Wecker meines Mannes klingelt um einiges früher als der meine. Die letzten Vorbereitungen für den kommenden Tag. Das Kind schläft, und auch der Hund hat sich auf seine Decke verzogen. Endlich Nacht! [weiter lesen]
Louisa Schönenborn: Tupperparty - Szene II
Meine Süsse, das war doch noch human. Du musst ja wenigstens nur die Plastikdosen präsentieren, seitdem ich angefangen habe die Putzpartys zu organisieren ist mir kein Schmutz mehr fremd! [weiter lesen]
Louisa Schönenborn: Tupperparty - Szene I
Schneewittchen steht inmitten von einem Haufen von Plastiktöpfen und flucht leise vor sich hin.... „Verdammt, wo ist denn dieses dämliche Schatzkästchen aus der Promo-Aktion“. [weiter lesen]
Katrin Zill: Das große Abenteuer eines kleinen Apfels
Es war in Weimar. Der Tag war widerspenstig wie im April. Sonne und Regen spielten Katz und Maus. Doch mir war das egal. Ich hatte Urlaub und wollte den Tag genießen. [weiter lesen]