Lyrik - Regina Bäcker

Regina Bäcker´s lyrische Wortkunst.


Werke:

Die Pfanne

Dies ist eine Geschichte, keine Liebesgeschichte, nun was ich meine, eine Pfannen Geschichte, sie ist hier der Mittelpunkt, und sie ist rund, ganz klein und fein sollte sie mal sein.
Begehrt von allen Küchenhänden, hin und her geschoben, auf den Ofen.
Geschunden den Boden, zerkratzt in manch einer Hast, beladen mit viel zu großer Last.
Zu aller Letzt verbeult, wie oft hat sie Öl geheult.
Ihre Jugend geraubt, ihr Anglitz verloren. Kaum noch eine sorgende Hand sich kümmert um sie.

Die, die ich eigendlich meine, sind im Altenheime alleine.

(Regina Bäcker)

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Leben

Vor dem Abgrund stehend.
Es ist vorbei.
Die Angst begraben.
Es ist vorbei.
Die Erniedrigung ertragen.
Es ist vorbei.
Wild um sich schlagend.
Es ist vorbei.
Das Selbsbild verloren.
Es ist vorbei.
Um das Leben betrogen.
Es ist vorbei.
Das neue ``Ich`` geboren.
Es ist vorbei.
Die Narben die heilen.
Es ist vorbei.
Den Kampfgeist erwachend.
Es ist vorbei.
Die Farben sehend.
Es ist vorbei.
Die Freiheit spüren.
Es ist vorbei.
In der Seele das Feuer gelöscht.
Es ist vorbei.
Die Liebe fließend.
Es ist vorbei.
Das Licht ins Herz gedrungen.

Ich habe überlebt.

(Regina Bäcker)

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Sonntag

Heute in der Frühe
klopfte es an die Türe,
ein ganz besonderer Gast,
er schritt ohne Hast
und ohne Böses zu hegen,
über die Wiesen mir entgegen.
„Guten Morgen Herr Sonntag, schön sie zu sehen,
wollen wir gemeinsam Frühstücken gehen?“
Arm in Arm und mit viel Zeit
und des Sonntags Gemütlichkeit
spazierten wir, man sollte es nicht glauben,
zur Bäckerei „Von Trauben“.
Der Bäckermeister voller Neid,
grüßte uns nicht mit Heiterkeit,
denn er hatte das Vergnügen,
ich will es mal einfügen,
die Brötchen zu schieben
und das schon seit sieben.
Nun ihr lieben Leute,
denkt an Bäckermeisters Leid
und verehrt die Sonntagsherrlichkeit.

(Regina Bäcker)

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Erinnerung

Für den Augenblick geboren,
aus dem "Nichts" empor gestiegen,
der dunklen Seele entnommen,
um einmal den Erfolg zu spüren,
und über Nacht,
zum Star gemacht.
Von vielen Menschen verehrt,
doch das Herz bleibt kalt,
doch das Herz bleibt kalt.
Den Druck nicht stand gehalten,
Die Sucht zum Freund erkoren,
aus dem Rausch die Ideen gewonnen.
Den Abgrund gesehen,
die Emotionen abgeschrieben,
die Perfektion erreicht,
und doch nicht zufrieden,
doch das Herz bleibt kalt,
doch das Herz bleibt kalt.
In die Geschichte eingegangen,
den Tod erlegen,
in den Sarg gelegt,
die Erde reingeschaufelt,
in den Himmel aufgestiegen.
Was bleibt ist hart,
nur die Erinnerung an die
erste ruhmreiche Nacht.

(Regina Bäcker)

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