Lyrik - Kim van Suyling

Kim van Suylings lyrische Wortkunst.


Werke:

Romantica

Auf den Wellen der sieben Meere
Es tanzt durch Sturm und Wind,
ein weißes Schiff geschmückt mit Perlen
nur wir zwei die Passagiere sind

Möwen uns begleiten
Auf dem langen Weg ins Glück,
des Meeres endlos langer Weiten
wir nie mehr kehren zurück

Die Insel des ewigen Sonnenlichts
Bald schon sind wir da,
im Paradies der Liebe und des Glücks
im Märchenland Romantica

du, die Frau dich ich so liebe
nie sollst du zweifeln an mir,
kein anderer Gedanke bliebe
als mein Leben zu teilen mit dir

deine Augen so strahlend wie zwei Sterne
dein Mund so zärtlich mich küsst,
alles scheint in weiter Ferne
weil du mir so nahe bist

Das Schiff schon bald vor Anker geht
Der Tag sich seinem Ende neigt,
der Wind den Duft von Rosenblüten weht
am Firmament der Mann im Mond sich zeigt

(Kim van Suyling)

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Herbstgeist

Es heult ein Sturm im Dunkel der Nacht
Schmerzverzerrt die Äste und Zweige sich wehren,
der Herbsgeist nach tiefem Schlafe nun erwacht
die Blätter sich jubelnd im Winde wähnen

Ein Mantel der Dunkelheit legt sich über die Natur
Das Land, bald schon ist es Karg und leer,
oh graus, der Wind peitscht seine Melody in Moll und Dur
heute bunte Blätter wo gestern war ein Blumenmeer

Kein Vöglein mehr sein Liedchen singt
Die letzte Frucht, auch sie ist schon gereift,
Kalte Finsternis den Tag bestimmt
Bald schon kommt der Winter angereist

Schaurig und doch so schön
Wenn Nebelgeister durch die Felder ziehen,
Der Mond aus weiter Ferne schaut still er übers Land
Wenn der Herbstgeist dem Winter freundlich reicht die Hand

Der erste Schnee er wird bald kommen
Nicht lang dann feiern wir Advent,
die Nacht den Tag so früh schon hat erklommen
und die Kerze der Dankbarkeit sie brennt

(Kim van Suyling)

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Eisengel

Aus tiefem Eis er steigt empor
Der Engel gebrochener Herzen,
der Wind, sein Himmelschor
singt leise dir die Melodie des Schmerzes

Nur Mond und Sterne
Lauschen der Symphonie von Traurigkeit,
aus weiter Ferne
erklingt das Lied der Ewigkeit

Der Engel er tröstet auch dich
Mit Harfenspiel so fein,
nur weinen kann er nicht
er niemals deine Tränen weint

Der Engel aus Eis dich liebt
So unnahbar kalt und schön,
es keinen Schmerz mehr für dich gibt
nur mit ihm noch wirst du gehen

Das Parkett des Tanzes, es ist Frei
Hoch schwingend das Portal,
in Wehmut und Abschied zugleich
schenk ihm diesen Tanz, ein letztes Mal

Eiskristalle erklingen so schön wie nie
Ein Klang wie ein Glockenschlag,
geschrieben aus Märchen und Poesie
für deinen letzten Herzensschlag

Adioe du schöne Welt der Grausamkeit
Der Liebe, Leid und Glück,
ich mit meinem Engel fliege in die Ewigkeit
niemals mehr kehre ich zurück

(Kim van Suyling)