Lyrik - Christof Arnold
Christof Arnold - Seine Worte sind niedergeschriebene Bildersprache. Er ermuntert wie ermutigt andere, seinen Worten zu folgen und veranlasst diese, eigene Verse zu schreiben und innere Projektionen aufzuschreiben, die ein jeder Betrachter seiner Sprachenwelt sich darin wieder findet oder gar sich neu für sich in sich entdeckt.
Werke:
GENUSS IS(S)T
...wie eine Reise der Sinne zu neuen Ufern der Besinnung...
(Christof Arnold)
MONOLOGE DIALOGE
...manchmal fühlt man...
...dass man nicht sagen kann was man fühlt...
...auch wenn man fühlt was man sagen will...
...bleiben Lippen fest verschlossen...
...weil Hoffnung sich der Zuversicht verneigt...
...anderer (er)hört es dennoch - wenn ES auch schweigt...
(Christof Arnold)
SCHWEIGEN
...Sprache noch so laut in uns sie schreit...
...Genuss - ist Höhepunkt...
...(d)er in uns weint und schweigt...
...er nur ein Erleben kennt der Sehnsucht zu erliegen - sie brennt...
...in Hingabe sich zu wiegen - ein Fliegen...
...ein Gehen zum Regenbogen - im Schweben...
...so weit oben - tosender Wogen aufgebahrt...
...entblösst und nackt - der Wunder wahr so nah und klar...
(Christof Arnold)
SINNBILD
...ob das Leben Dir Antworten schenkt...
...wer soll es Dir sagen ausser Du selbst...
...Du wirst es erfahren...
...wenn Du Sie stellst...
...des Lebens bewegender Fragen...
...belebt es Dich schnell...
...sinnbildlich berührt...
...erlebst Du entführt...
...irdischer Farben...
...lass' Dich bemalen...
...wo es Dich stillt und auch erhellt...
...schliesst Du die Augen und läßt Dich so tragen...
...hin und fort zu neuer Welt...
...bejaender Taten...
(Christof Arnold)
SATT
...träge und behebe...
...hebt es sich als läge...
...stilles Wähnen und kein Sehnen...
...ruhig es sich fühlt im Gähnen...
...nichts mehr greifend anzufassen...
...Augenblicke zart belassend...
...Sonnenwelt betagt benommen...
...friedevoll der Seele Wonnen...
...Morgentau und Abendrot...
...still es ruht der Schein so tot...
...aufgefahren fort getragen...
...Herz es schlägt den Puls bewahrend...
...gelassen es sich leben lässt...
...was sich liebt...
...wird niemals Knecht...
(Christof Arnold)
KOMMEN UND GEHEN
...sprechen wir zueinander...
...hören wir die Blumen...
...sie sich wiegen...
...verlassen wir einander...
...fühlen wir die Blüten...
...sie sich lieben...
...sehnen wir nacheinander...
...sehen wir den Garten...
...zauberhafter Arten...
...Wehmutsknospen in uns ranken...
...geteilt der Freude sich bedankend...
(Christof Arnold)
AUF UND ZU WARTEN
...frage Dich nicht ob er es wert ist...
...frage Dich vielmehr ob Du es Dir wert bist...
(Christof Arnold)
LEICHTES SEIN
...suche nicht das Beständige...
...Du es vermisst...
...finde das Dich Bestätigende...
...es in Dir ist...
(Christof Arnold)
ANNAHME
...nichts hält mich mehr auf als das Ich durch mich im selbst es frisst...
...nichts füllt mich mehr aus als das ICH in mir es dort schon isst...
...so gehe aus mein Herz und führe mich...
...an meine Quelle sprudelnd Gischt...
...ich dort schon war...
...woher ich kam...
...ist mir jetzt klar...
...was wird ist wahr...
...verlass' mich nicht...
...Du schönes Licht...
...so rein...
...so klar...
...find ich Dich wieder...
...schöner Wunder rührend Lieder...
(Christof Arnold)
ANDACHT
...in Demut...
...ergreift der Geist...
...die wahre Grösse einer sich erkennenden Seele...
(Christof Arnold)
ARCHAISCHE ANMUT
...wenn Du vor einem Feuer stehst...
...zehn Meter hohe Flammen wie eine Wand sich auftürmen...
...der Wind sich plötzlich dreht...
...wird die Hitze der Sahara zu einer kümmerlichen Gestalt erfrorener Wärme...
...das Feuer und sein Element...
...ehre es wie das des Wassers weicher Art...
...der Schmied...
...er taucht das glühend heisse Schwert zum Härten ein in nasses, kühles Bad...
...hingabensvoll es härter werdend sich dort labt...
...nichts mehr den Stahl zum Fürchten bringt...
...nichts mehr obsiegt...
...als Hände letzter Taten...
...atemlos die Zeit durchdringt...
(Christof Arnold)
HAFEN BEGIERDE
...salzige Wogen umspülen Dich oben...
...auf feucht festem Boden läßt Du mich dort toben...
...wie Ebbe und Flut kommt Heerschar daher Dein Becken gewährt...
...begehrst Du zu mehr Verlangen einher in Dir Du mich nährst...
...auf mir Du Dich zehrst so gierig umher...
...Mir es sich so nur an Dir sich erklärt...
...unten am Hafen in Dir tief versunken...
...herrscht reges Verlangen entrückter Gedanken endloser Stunden...
...ich lieb' Dich - einher am Meer mit viel Verkehr...
(Christof Arnold)
CARPE VITAE
...die Freude...
...ist der Wunder voll...
...die Gabe...
...ist des Labens voll...
...das Mahl...
...es ist des Abends toll...
...so esse auf was Leben Dir verspricht...
...wer fasten tut trägt Not um Nichts...
...vergiss' es nicht wie gut es tut...
...sich satt zu essen mit Genuss...
...wer hungrig nur auf Wunder wartet...
...erlebt das Leben im Verdruss...
...erfährt der Liebe bald entartet...
(Christof Arnold)
MANN WILL
...Frau bis an ein Ende ihrer Tage tragen...
...in denen Zukunft gemeinschaftlich erwaechst...
...erwacht der langen Naechte liebestoller Maechte...
...haelt er sie fest und sie sich setzt auf seine Gabe...
...fuer Ihn sie fortan sich ergibt...
...wo er mit Leidens Schafft das ihre dort beglueckt...
...Sternenbanner sich verneigen besteigens Ihrer zu vereinen...
...nichts SIE mehr ^ver^missen lässt...
...Herz es tiefer sich vereint...
...Liebe so echt, tief und fest...
...bis an die Tage seiner EHR'...
...hält er Ihr auf die Tür - für mehr...
(Christof Arnold)
DER TIGER
...auf und ab so sehr...
...bewegt er leise seine Stärke hin und her...
...der Stäbe heftig beschaut er trächtig diese Tür...
...Pranken so mächtig fallen hinab durch Spalten wie ein Grab...
...gefangen seiner Freiheit beraubt fristet er Leben in einem Käfig erbaut...
...ein Sprung entfernt der Weite so fern...
...legt er sich nieder seiner schweren Glieder...
...er schaut - was Welt da draussen so erbaut ihn zu betrachten...
...er fristet im (be)Trachten...
...er frisst im Glauben seiner ihm auferlegten Welt...
...er ruht...
...bis eines Tages er springt - wenn es wird hell in anderer Sichten Welt...
...von der Bestimmung hin zur Fügung er erzählt...
...er zählt die Tage...
...er wähnt...
...er sehnt...
...er gähnt...
...schläft ein in seinem Raum - allein...
...dort ist Freiheit - er kann leben da zu sein...
...seinen Traum vom freien Leben...
(Christof Arnold)
GEBÄHREND
...lege Dich Deiner Bescheidenheit...
...zu mir in meine starken Arme sinnlich schöner Eitelkeit...
...lass mich von Dir lernen...
...wie Du von mir erlernen kannst...
...wie geborgen sich ein neu geboren fühlen lässt am Mann...
...ohne Sorgen an den Morgen...
...im Heute liegt ein Fest verborgen...
...es ist wie es isst...
...an uns es hält inne - tief und fest...
(Christof Arnold)
MANNigFALTIGkeit
...lässt sich nicht beschreiben...
...einzig im ERleben...
...ER für Dich sich wird erheben...
(Christof Arnold)