Lyrik - Inge Wrobel
winter
die schwarzen vögel kommen immer näher
umkreisen mich in meiner stillen kammer
in die ich flüchtete vor tagesjammer
der dennoch klebt an meinen fersen zäher
als ich bisher vermeinte ihn zu spüren
schon weiten sich die nächte ohn erbarmen
entziehn sie mir den trost aus morpheus armen
ich weiß nicht ob in tag in nacht sie führen
und diese vögel lauern gegenüber
es scheinen täglich ihrer mehr zu werden
sie krächzen schreien all ihre beschwerden
ich schließ die fensterläden und die sinne
bevor ich selber glaube dass ich spinne
noch nicht begonnen wünsch ichs schon vorüber
(Inge Wrobel)