Lyrik - Inge Wrobel
Weltwassertag 22. März
Aus mancher deutschen Quelle
Da schießt in froher Eil
Das Wasser blitzeschnelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich steh an dieser Stelle,
Und seh voll Staunen zu.
Doch trotz des Wassers Helle
Find ich heut keine Ruh.
Was wir in großer Menge -
Im Übermaß sogar -
Verplempern ohne Zwänge,
Das ist woanders rar.
In andern Breitengraden
Wär man um Quellen froh!
Wir sparen nicht beim Baden -
Wir aasen ... einfach so.
*
Inspiriert durch das Lied "Die Forelle":
Musik von Franz Schubert
Text von Christian Friedrich Daniel Schubart
(Inge Wrobel)
winter
die schwarzen vögel kommen immer näher
umkreisen mich in meiner stillen kammer
in die ich flüchtete vor tagesjammer
der dennoch klebt an meinen fersen zäher
als ich bisher vermeinte ihn zu spüren
schon weiten sich die nächte ohn erbarmen
entziehn sie mir den trost aus morpheus armen
ich weiß nicht ob in tag in nacht sie führen
und diese vögel lauern gegenüber
es scheinen täglich ihrer mehr zu werden
sie krächzen schreien all ihre beschwerden
ich schließ die fensterläden und die sinne
bevor ich selber glaube dass ich spinne
noch nicht begonnen wünsch ichs schon vorüber
(Inge Wrobel)