Layda

von Kim van Suyling

Du wurdest ins Elend hineingeboren, soviel Leid dein Schicksalsweg dir beschworen. An Hunger und Pest deine lieben Eltern waren gestorben, nun du warst ein Kind von so Vielen, ein Kind ohne Wert und Gut . Layda war dein Name, so nannten dich die Menschen die dich liebten und dir das Leben schenkten. Nun du warst allein mit zarten vier Jahren, sie, die Gnadenlosen, steckten dich ins Armenhaus, schuften musstest du für dein karges Kinderleben, in Einsamkeit und Armut wuchst du heran zu einer hübschen Maid. Es kamen Fremde in die Stadt, Seefahrer, Tuchhändler, Gaukler und Halunken, dein Wunsch war es, fort von hier, in die grosse weite Welt, fort aus den Spelunken. Hart musstest dort du arbeiten für ein Stück Brot, sie schlugen und verhöhnten dich, sahen nicht den Schmerz in deinen Augen. Oh Herr schick mir einen Engel für mich nur ganz allein, der mir hilft und mich beschützt, der mir zeigt den Weg ins Glück. Oh Herr warum lässt du mich so leiden,?? Nahmst mir das Liebste was ich hatte. So oft du gingst mit dem Herrn flehend und fragend ins Gericht, nie eine Antwort von ihm kam. Oh Herr warum strafst du mich, was oh Graus ich denn getan ? ! So vergingen die Jahre und du noch immer warst wo du geboren, noch immer eine Magd ohne Recht und Würde, so grausam dein Schicksal, so grausam die Menschen, musstest du tragen diese schwere Bürde, wie oft du hast geweint im stillen Kämmerlein, wird es denn niemals mehr besser sein ? Dann trat er in dein Leben, ein Mann wie Adonis so stark und schön , alle Liebe du ihm gegeben die du nie erfahren hast, zwei Kindlein ihm gebarst im Schmerze der Geburt, doch auch er war dir kein guter Mann, so schlug und betrog er dich fortan. Er verliess dich mit all deinen Sorgen, so waren die Kindlein dein ganzer Halt, dein Stolz und dein Leben. Aus deinen Kindlein wurden Kinder, zwanzig Lenze sie nun waren, sie gingen fort in die weite Welt hinaus, niewieder du sie hast gesehen. Es vergingen Jahre voll Schwermut und Not, immer schwächerwerdend starbst einsam du den Armutstod. Friedlich und sanft du einschliefst mit Engelschorgesang, nun du bist im Paradis, welches dir auf Erden nie vergönnt. Im Engelskleid strahlend, schön und rein, mit Ehrfurcht du vor deinem Schöpfer stehst. Den Segen des Herrn, mit Anmut deine Seele nun trägt, oh wie wohl der Himmelspracht du fröhnst, lieblich das Harfenspiel für dich erklingt, die Hymne der Barmherzigkeit für dich nun wurde Wirklichkeit.