Portrait: Ulla Buchmann
Ulla
Buchmann ist Journalistin und seit gut einem Jahr auch Verlegerin.
Im Oktober
2006 hat Ulla Buchmann den Buchmann Buch-Verlag in Roes gegründet.
Nach dem Kinderbuch „Roland die Raupe“ von Klaus Scheffler, hat der Verlag vor
wenigen Wochen den ersten Kriminalroman „Powerfrauen betrügt man nicht“ von Birgit
Bauer & Christiane von Lewinski veröffentlicht.
Obwohl eine Verlagsgründung nicht auf der Zielgeraden der Journalistin lag, ist
es in ihrem Lebenslauf nichts ungewöhnliches, immer wieder mal spontan Ausflüge
in andere Gefilde zu unternehmen.
Ulla Buchmann wurde in einer Kleinstadt am Rhein geboren. Seit sie schreiben
kann, schreibt sie und das mit wachsender Begeisterung. So hat sie zielgerichtet
darauf hingearbeitet, dass das Schreiben auch in ihrer beruflichen Laufbahn die
Hauptrolle spielen sollte. Erste praktische Erfahrungen hat sie bereits während
ihres Studium in einer PR-Agentur sowie in Praktika bei Printmedien, Hörfunk
und Pressereferaten diverser Verbände, gemacht.
Nach der Familiengründung arbeitete die dreifache Mutter zunächst als freie Journalistin für diverse Printmedien, anschließend lange Jahre als feste Redakteurin bei einer lokalen Wochenzeitung.
Im Mai 2000 hat die Journalistin ihr eigenes Redaktionsbüro gegründet und war für verschiedene Printmedien im regionalen und überregionalen Bereich tätig. Ihre Aufträge gingen oft weit über den rein journalistischen Bereich hinaus. Neben Porträts und Interviews über Persönlichkeiten aus dem Mediensektor übernahm sie im Auftrag eines Verlages die Konzeption und Redaktion des Themenheftes für Presse, Hörfunk und Fernsehen: „Aktion Mensch Der neue Name der Aktion Sorgenkind“ und betreute unter anderem eine PR-Kampagne für ein Musical.
So vielfältig und spannend die Aufträge auch waren, schwelte in der Journalistin, deren Studienschwerpunkte neben Journalistik, deutsche Sprache und Literatur waren, untergründig der Wunsch, im Literaturbereich tätig zu werden.
Vor wenigen Jahren setzte sie ihn dann schließlich in die Tat um. Unterstützt von freiberuflichen Mitarbeitern, die allesamt ihr Handwerk bei Printmedien, Hörfunk und Fernsehen gelernt haben, bietet sie Literaturdienstleistungen, angefangen von Ghostwriting, über Biografien, Lektorat, Korrektorat, Firmenporträts bis hin zum Autorencoaching an. „Dies soll, trotz Verlagsgründung, weiterhin Schwerpunkt unserer Arbeit bleiben“, sagt die Verlegerin. „Es gibt viele Menschen, die gute und spannende Geschichten, sei es im Belletristischem oder im Sachbuch-Bereich, zu erzählen haben. Oft haben sie keine Zeit oder sind mit dem Handwerk des Schreibens nicht sehr vertraut. Diese möchten wir gerne mit unserem Know-how unterstützen. Mit dem Verlag im Hintergrund haben wir nun die Möglichkeit, den Autoren auch gleich eine Veröffentlichung ihres Werkes anzubieten“.
Das war 2004, als das Manuskript des Kinderbuches „Roland die Raupe“ auf dem Schreibtisch von Ulla Buchmann landete, noch nicht der Fall. Nach erfolgreichem Feinschliff im Lektorat und den wunderschönen Illustrationen hat sich die Journalistin im Auftrag des Autors frohen Mutes auf die Suche nach einem geeigneten Verlag gemacht, der das Buch unter die Leser bringen sollte. Doch ihr Optimismus wurde schnell gebremst. Nicht einer der zahlreichen Kinderbuchverlage zeigte Interesse. Obwohl die Rezensionen zum Buch selbst durchweg positiv waren, war keiner der größeren Verlage dazu bereit, das finanzielle Risiko einzugehen, einen unbekannten Autor zu verlegen. Die Flut von Manuskripten, die täglich bei den Verlagen eingehe, sei ohnehin kaum zu bewältigen.
„Das war für mich das Stichwort für mein jüngstes Abenteuer, der Verlagsgründung“, sagt Ulla Buchmann. „Ich habe schnell erkannt, dass es einen Bedarf an professioneller Unterstützung unbekannter Autoren gibt, die mit ihren Werken Nischen besetzen möchten“.
Zielsicher hat die Journalistin recherchiert, welche Nischen noch weitgehend unbesetzt sind.
Das Ergebnis: Verbrechen scheinen sich zu lohnen. „Krimis und Thriller gehören zu dem mit Abstand meist gelesenen und auch kommerziell erfolgreichsten Genre der Literatur. Jedoch liegt der Hauptanteil dieser Bücher im Import aus dem englischen Sprachraum. In Deutschland fehlt es noch immer an erfolgreichen Kriminalnachwuchs. Dagegen wollen wir etwas tun“, steckt sich Ulla Buchmann feste Ziele.
Nachdem der erste Krimi „Powerfrauen betrügt man nicht“ von Birgit Bauer & Christiane von Lewinski bereits erfolgreich versucht, den Markt zu erobern, wird im Hintergrund fleißig an der Veröffentlichung des zweiten Bandes gearbeitet. „Außerdem arbeiten wir zurzeit an fünf weiteren Publikationen, die wir spätestens zur Frankfurter Buchmesse 2008 vorstellen werden“, so die engagierte Verlegerin.
Weitere Informationen:
www.buchmannbuch.de
E-Mail-Kontakt: buchmann-buch@web.de
Text / Bild: Ulla Buchmann