19. Juni 2010:
Zeit vergeht wie im Flug ...
... dennoch lese ich. Zuletzt Michael Starckes neuen Lyrikband "ich schreibe wörter mensch". Ein Buch, dass mich sehr berührt und beeindruckt hat. (die Rezension gibt es hier)
Danach Tanja Berns vierten Band der "Sidhe des Kristalls" - "Der Weg des Königs". Eine wunderschöne Geschichte, die mich richtig reingezogen hat. (diese Rezension gibt es hier)
Dann habe ich Ulli Engelbrechts "Samtcord, Strass & Soundgewitter" angefangen. Nicht schlecht. Einige der im Buch erwähnten Songs und Bands kenne sogar ich! Das Buch ist wie ein musikalisches Tagebuch. Spannend, macht neugierig und weckt Erinnerungen. Die Rezension gibt es später - sobald ich durch bin.
Denn ... nebenbei hab ich mit Ken Follett angefangen. Bisher war ich kein Fan von historischen Romanen und ich weiß noch nicht, ob ich einer werde. Zumindest ist der Wälzer dick und auf den ersten Seiten verstehe ich auch, warum. Follett lässt sich Zeit, seine Figuren, die Umgebung und zuletzt seine Geschichte zu entwickeln. Na, schaun wir mal ...
28. Februar 2010:
Das folgende Buch hat auch eine halbe Ewigkeit in meinem Bücherregal geschlummert. Es hat womöglich einfach nur auf die richtige Zeit gewartet, um gelesen zu werden. Es handelt sich um George Orwells "1984". Gleich nach den ersten Zeilen erinnerte ich mich daran, doch kürzlich die Verfilmung des Romans gesehen zu haben. Und die bedrückende Stimmung machte sich gleich wieder breit. "Ministerium für Wahrheit". 1948 schrieb Orwell dieses Buch, sein letzter Roman. Wieso nur ist das Werk gerade heute wieder so aktuell? Mmh...
15. Februar 2010:
Den Follett habe ich noch nicht angefangen - dicke Wälzer hebe ich mir immer auf. Warum, weiß ich nicht. Ist halt so. Was lese ich im Moment? Katarina Niksic "Der Geist in Theaterlaune". Die in Kroatien geborene Autorin habe ich im letzten Jahr bei einer Lesung kennengelernt und an Weihnachten schenkte sie mir einfach dieses Buch. Es ist eine sehr persönliche Geschichte, in der sie aus ihrem Leben erzählt. Kindheit und Jugend, Erwachsenwerden und Erwachsensein. Das Leben in einem fremden Land. Dieses Buch berührt, es steckt voller Erlebnisse, klarer Bilder und Gefühle. Man ist beim Lesen dabei und fühlt mit. Ein wunderbares Buch!
13. Januar 2010:
Weihnachten bescherte mir einen Wälzer, der nun wartet, gelesen zu werden. Und irgendwie hatte ich es schon geahnt, dass Ken Follett auch mal bei mir landen würde. Jetzt ist er da - "Die Säulen der Erde", natürlich. Ich bin gespannt. Doch Follett muss warten, denn momentan lese ich ein Buch, das einfach eher da war und mich fesselt, weil es Erinnerungen wach ruft, spannend und lustig ist und dabei nichts verklärt oder schön redet. Ein grundehrliches Buch: Die Lebensgeschichte einer Frau, die in den 60er/70er in Gelsenkirchen aufgewachsen ist. "Im Schatten des Turmes" heißt das Werk von Margit Kruse - Rezension folgt. Auf jeden Fall empfehlenswert.
14. Dezember 2009:
In der Adventszeit lese und höre ich - natürlich - "Letters from Father Christmas" von Tolkien. Das ist eine Sammlung von Briefen, die Tolkien damals seinen Kindern als "Weihnachtsmann" geschrieben hat. Er erzählt darin, was er als "Weihnachtsmann" am Nordpol erlebt, zusammen mit seinen Elfen und dem Eisbär. Herrlich! Schön zu lesen und schön anzuhören.
Daneben habe ich mich an meinen ersten Pratchett herangewagt. "Schöne Scheine" heißt das gute Stück und ist einfach genial. Pratchett - von ihm habe ich schon viel gehört, nur bisher noch nie etwas gelesen. Doch jetzt musste es mal sein, die Neugier trieb mich. Und: ich wurde belohnt. Der Autor ist einfach grandios. (© Katrin)
7. Oktober 2009:
Na, das war ja eine große Pause, die ich hier eingelegt habe. Was natürlich nicht heißt, dass ich in der Zwischenzeit nichts gelesen habe. Weniger schon, aber nicht nichts.
Vor einigen Wochen habe ich Anna Wimschneiders "Herbsmilch" gelesen. Ein Buch, dass mich sehr verblüfft hat. Nicht, weil es bereits verfilmt wurde, sondern wegen der Einfachheit der Sprache. Wimschneider erzählt von ihrem Leben als Bäuerin in Niederbayern und zeichnet mit ihren Worten ein sehr anschauliches Bild ihrer Kindheit und Jugend auf dem Land.
Edgar Allan Poe hat mich in seinen Bann gezogen. "Unheimliche Geschichten" ist eine Sammlung seiner schönsten, gruseligsten Werke und ich muss sagen, vorm Schlafengehen ist das manchmal ein bisschen hart. Er lässt das Kopfkino flimmern und manche noch so unspektakulären Erzählungen treffen Angstpunkte direkt ins Schwarze.
Aktuell lese ich Olaf Quiring "Kurz vor dem Aufwachen" und bin mir noch nicht ganz klar, was ich von dem Buch halten soll. Es erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, der anscheinend versucht, seinem täglichen Drogenrausch zu entkommen, um endlich ein geregeltes Leben zu führen. Einziger Anker scheint ein Mädchen zu sein, in das er sich verliebt hat. Der Haken an der Sache: Sie ist in einen anderen verknallt. Logisch. Zudem lastet ein Mord auf dem Jugendlichen. Naja, nicht direkt ein Mord, denn den Opa hatte er im Vollrausch einfach zur Seite geschubst. Dass der in seinen Gartenteich fiel und dort ertrank, hatte der Protagonist ja nicht beabsichtigt. Ein interessantes, aber auch verwirrendes Buch.
Und das Fachwissen will ja auch ein wenig gestärkt werden, deshalb "studiere" ich gerade Waldscheidts "Schreib den verd.... Roman!". Ein Anti-Ratgeber zum kreativen Schreiben - wahrlich. Natürlich habe ich sofort den Test gemacht, ob ich denn auch wirklich für die Schriftstellerei geeignet bin. Das Ergebnis: Ernüchternd und belustigend zugleich. Ja, das Buch beinhaltet kein geschöntes Blabla, wie man denn, wenn man könnte und wollte, am besten und überhaupt schreibt. Es steckt voller Ironie und dennoch habe ich das Gefühl, man lernt ´ne Menge dabei. (© Katrin)
15. Juli 2009:
Ich merke gerade wieder, wie die Zeit nur so dahin fliegt. Gelesen habe ich in letzter Zeit "Das Spiel des Engels" von Carlos Ruiz Zafón. Das Buch lag schon eine Weile an meinem Nachttisch und endlich hatte ich mich dran gegeben und ich muss sagen: Wow! Den "Schatten des Windes" hatte ich schon verschlungen und den neuen Band konnte ich nach dem ersten Drittel kaum mehr aus der Hand legen. Der Einstieg war etwas langatmig, für mich. Doch wie die meisten Bücher hatte dieser Roman einen Punkt, ab dem mich die Geschichte nicht mehr los ließ. Die Figuren sind einfach genial gezeichnet und mit dem Protagonisten hab ich gleich innerlich Freundschaft geschlossen. Mit einem Autoren als Hauptfigur verbrüdert man sich doch gern. Der Schluss war trotz aller Ahnungen und eigener Fantasie doch etwas anders, als vorgestellt und somit wirklich gelungen. So konnte ich mir als Leserin nie wirklich sicher sein, mit meinen Vermutungen um die Hintergründe der Geschichte sicher zu sein. Ein absolut lesenswertes Buch! (© Katrin)
13. April 2009:
Marlene Geselles "Ratten in Heinsberg" war mein erster historischer Krimi und ich war doch positiv überrascht. Vielleicht sollte ich dem historischen Roman generell nicht so voreingenommen gegenüber stehen, denn manche Literatur dieses Genres ist wirklich spannend geschrieben und ein bisschen Geschichte kann ja nie schaden.
Doch Fantasy ist und bleibt für mich immer wieder etwas besonderes, deshalb habe ich Tanja Berns Erstling "Die Sídhe des Kristalls: Band I - Das Tal des Nebels" auch in einem Rutsch durchgelesen und war schlichtweg begeistert. Tanja Bern entführt nach Irland und vermischt ganz geschickt unsere Zeit mit den Elfen der irischen Sagen, die es im Roman natürlich wirklich gibt. Die Rezension ist in Arbeit, ihr zweiter Band jetzt erschienen und Fans von fantastischen Geschichten kann ich diesen Roman nur empfehlen. (© Katrin)
22. März 2009:
"Die Zeitmeisterin" von Jutta Ouwens hat mich wirklich sehr berührt. Mit einfühlsamen, klaren Worten hat die Autorin eine Tür geöffnet und einen Blick in die Vergangenheit einer multiplen Frau gewährt. Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter, weil es auf missverständliche Weise klar macht, dass es verdammt schwer ist, zu erkennen, ob ein Mensch ein "normales" Leben führt oder gequält wird. Die Psyche eines Menschen ist ein weites Feld. Link zur Rezension
Aktuell habe ich meinen ersten historischen Krimi zu Ende gelesen und setze mich in Bälde an die Rezension: Marlene Geselle "Ratten in Heinsberg / Mordbrand". Zwei Geschichten in einem Band finde ich schon mal sehr gut. Hauptfigur ist Junger Benedikt von Luchtenberg, der als Sendgraf von Heinsberg für die Klärung misteriöser Mordfälle zuständig ist und einer Räuberbande das Handwerk legen darf. Die Rezension folgt. (© Katrin)
19. Februar 2009:
Die Rezension von Piarrys Buch "Erfolgreich netzwerken!" ist fertig. Schaut mal vorbei (Link zur Rezension). Wie man wieder sieht, komme ich nicht so oft zum lesen - es gibt einfach im Moment so viele andere Dinge. Aber nichts desto trotz lese ich! Jutta Ouwens "Die Zeitmeisterin". Der Untertitel heißt "Annas Wirklichkeiten" und gibt schon mal einen kleinen Hinweis darauf, was in dem Buch passiert. Es ist die Geschichte einer erwachsenen Frau, die als Kind Gewalt über sich ergehen lassen musste. Vom Vater und von der Mutter. Es ist die Geschichte einer Frau, die multipel ist, es aber noch nicht weiß. Es ist eine Geschichte, die berührt. Lest in Kürze meine Rezension. (© Katrin)
19. Januar 2009:
Ich hätte ja gedacht, neues Jahr, mehr Zeit zum lesen. Aber Pustekuchen. Naja, aber Zeit ist dehnbar, vielleicht muss ich nur mal ausprobieren, wie man den Tag länger machen kann - also mehr freie Zeit herausholt.
Was lese ich momentant: Sabine Piarry "Erfolgreich netzwerken". Vom Layout bin ich positiv überrascht, hatte ich doch über BoD immer einen schalen Beigeschmack im Kopf. Doch weit gefehlt. Die Paperbacks von Books on Demand sind richtig klasse. Ich weiß, wovon ich rede, denn hier liegen noch ein paar.
Inhaltlich bin ich doch schon sehr weit gekommen und lerne auf eine leichtfüßige Art und Weise das Netzwerkeln näher kennen. Leichtfüßig bedeutet für mich, dass das Buch sich leicht lesen lässt und ich nicht das Gefühl habe, einen großen Batzen mühevoll aufnehmen zu müssen. Mehr dazu später in meiner Rezension.
Und sonst: Es stapeln sich die Bücher bei mir. Okay. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Ich finde Zeit oder nehme sie mir, denn lesen ist und bleibt einfach toll! (© Katrin)
5. November 2008:
Wie man Aufträge angelt ist ja sehr interessant, doch zwischendurch mal was anderes als ein Fachbuch lesen - ja, das muss sein. Ich habe mir "Die Wand" von Marlen Haushofer ausgeliehen und klebe nun darin fest. Die Geschichte ist einfach genial: Da besucht eine Frau ihre Freunde in einer Jagdhütte in Österreich und man glaubt zunächst, das sich hier eine völlig unspektakuläre Geschichte entwickelt. Jagdurlaub. Toll. Doch eines Abends geht das befreundete Ehepaar hinunter ins Dorf, was trinken oder so. Sie bleibt zurück. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist nichts mehr so, wie es war. Sie ist allein. Abgeschnitten von der Welt. Abgeschnitten? Sie machte sich auf den Weg ins Tal, um zu sehen, wo ihre Freunde geblieben sind, und knallt irgendwann mit dem Kopf gegen eine unsichtbare Wand. Gruselig! Sie wandert an der Wand entlang und entdeckt irgendwann, dass alles, was dahinter ist, tot ist. Zumindest die Menschen und Tiere. Und es sieht so aus, denn eigentlich sehen die Menschen und Tiere so aus, als wären sie Tonfiguren oder ähnliches und hätten nie gelebt.
Eine irre Roman-Idee, wie ich finde. Die Überlegungen, was Menschen machen, wenn sich das Gefüge drumherum verabschiedet hat, haben schon einige in diversen Büchern und Filmen verarbeitet. Doch wie es ist, völlig allein zu sein, mit einem Hund, einer Katze und einer Kuh, das ist genial und regt zum Nachdenken an. Was würdest du tun, wenn du morgen aufwachst und die Welt, die du kennst, gibt es so nicht mehr und du bist der einzige Mensch darin. - Ich bin gespannt, wie es weiter geht. (© Katrin)
15. Oktober 2008:
Huch, ich habe hier ja lange nichts mehr von mir hören lassen. Teufel aber auch! Nun, ich gelobe Besserung. Was lese ich gerade? Ein Fachbuch. Ja, das musste sein und ich finde, es ist so gut geschrieben, dass es eigentlich als Roman durchgehen kann. Ich rede von "Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht..." von Volker Remy.
Wie ich darauf aufmerksam geworden bin, weiß ich schon nicht mehr. Doch es hat mich gleich gepackt, dieses kleine Schwarze mit der Forelle auf dem Cover, die schon beinah am Haken hängt. Warum lese ich das? Weil ich nach Anregungen für Marketing in meinem Bereich - PR, Texten, Ghostwriting - suchte. Einfach mal gucken, wie andere das machen.
In dem Buch lerne ich sozusagen mein "Gegenüber" kennen, denn das Werk ist genau auf meine Zielgruppe zugeschnitten. Passt! Der Autor vermittelt, dass er weiß, wovon er spricht, weil er alles selbst ausprobiert hat. Die Schreibe ist so flüssig und eingänglich, dass sie mich genau da trifft, wo sie soll: machen! Ein guter Schmöker für abends, so kurz vorm Schlafengehen, aber auch ein Arbeitsbuch. Ich bin gespannt, was mich darin noch erwartet. (© Katrin)
13. Juli 2008:
Immer wieder flutschte mir der Titel vor die Nase und ich glaube, es hatte mich unlängst sogar jemand darauf aufmerksam gemacht. Also ab in den Buchladen und kaufen: Kerstin Gier "Für jede Lösung ein Problem". Ein klasse Buch, ich hab den Kauf nicht bereut, denn die Idee finde ich super. Wie würde das Leben verlaufen, wenn jeder wüsste, was man wirklich über ihn oder sie denkt. Das Thema ist herrlich und sehr spannend, denn sicher hat man sich selbst oft die Frage gestellt, kann ich das jetzt offen sagen oder nicht und wenn ja, wie reagiert das Gegenüber darauf. Ich bin gespannt, was im Buch passiert. Später mehr. (© Katrin)
25. Juni 2008:
Kaum hatte ich den Paulo für´s Erste endgültig beiseite gelegt, da flatterte mir ein neues Buch ins Haus. Gitta Becker schickte mir ein Rezensionsexemplar ihres ersten Romanes "Das Rosenspiel". Ich dachte, wow, klingt interessant, da muss ich gleich mal reinlesen. Na, das Reinlesen entwickelte sich zum Festlesen und nach kurzer Zeit war ich durch. Ein klasse Buch. Es geht um eine betrogene Ehefrau und wie sie mit der Situation umgeht und vor allem fertig wird. Sehr witzig geschrieben, sehr authentisch geschrieben und manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, ich sitze mit einer Freundin im Café und sie erzählt mir gerade die Geschichte. Will nicht heißen, dass irgendeine meiner Freundinnen gerade sowas durchmacht, nein, will heißen, dass die Geschichte so echt klingt, als wäre sie es auch. Ein schöne Lektüre. Wenn ihr mehr wissen wollt, lest einfach meine Rezension. (© Katrin)
30. April 2008:
Ich hätte nie gedacht, dass es Zeiten gibt, zu denen mal Paulo Coelho nicht lesen mag oder es einem recht schwer fällt. Doch es ist so. Ich knabbere im Moment an seinem "Alchimist" herum und komme nur langsam weiter. Das Buch liegt immer sehr weit weg und selten packt es mich, weiter darin zu lesen. Dabei ist es gut, wirklich gut. Aber wahrscheinlich ist im Moment einfach nicht die Zeit für tiefgreifende Worte. (© Katrin)
06. April 2008:
Also ich mag diesen Finnen, er hat einen so unbestechlichen Humor, der bei mir einfach einen Nerv trifft. Arto Paasilinna hat mich wieder gekriegt, mit seinem Roman "Die Giftköchin". Ein klasse Buch über den spannenden Lebensabend einer Offizierswitwe, die um ihr Leben fürchten muss, weil ihr drei junge, gewalttätige Männer nach demselbigen trachten. Eine herrlich verwickelte Story, die immer wieder in die Irre führt, um dann auf neuen Wegen weiter zu laufen. Köstlich. Der finnische Humor liegt ganz auf meiner Wellenlänge. (© Katrin)
26. März 2008:
Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich dieses Buch doch so schnell aus meinem Bücherregal ziehe. Im letzten Jahr hatte ich mich von der Hype-Welle überspülen lassen und es gekauft - lange lange nach seiner Erstveröffentlichung. Und vorgestern dachte ich mir: "Komm, fang einfach mal an, wenn es langweilig ist, kannst du es immer noch weglegen. Dann wird es eben irgendwann Pflichtlektüre, damit du mitreden kannst." Pustekuchen! Es hat mich gefesselt, Dan Browns "Sakrileg".
Zum einen kann ich kaum glauben, dass so eine Leseratte wie ich bisher an diesem Buch vorbei gekommen ist. Und jetzt, wo ich die Hälfte schon in mich eingesaugt habe und ich mich wirklich zwingen muss, zwischendurch zu schlafen, frage ich mich auch: Warum hatte ich das Buch bisher noch nicht angepackt? Zugegeben, begebe ich mich tief in das Buch, dann habe ich irgendwie das Gefühl, ganz langsam durch einen Hollywood-Streifen geführt zu werden. Die Worte, die Brown benutzt, die Art, wie er seine Sätze formuliert, seine Absätze, Kapitel und so weiter... Es fühlt sich konstruiert an, lesbare Specialeffects. Brown puhlt aber ganz gezielt in der Neugierde seiner Leser und lässt sie Kapitel für Kapitel immer wieder herzerfrischend vor die Wand fahren, wenn man glaubt, das Geheimnis endlich gelüftet zu haben. Sogar Kleinigkeiten, winzige Einzelheiten machen rasend, wenn man erst Seiten später erfährt, was dahinter steckt.
Zum Einen könnte man Brown vorwerfen, er schreibt sehr gezielt, um genau die niederen Gelüste wachzurufen und seine Leser immer wieder zu quälen. Vielleicht hat er sich die Effekte von großen Filmproduzenten abgeguckt, vielleicht schreibt er seine Bücher nur, um richtig Kohle zu machen. Zum Anderen ist es doch genau das, was ein Autor erreichen will: den Leser fesseln, in die Irre führen, ihn auf die Folter spannen. Sein Stoff liest sich so, als wäre er echt. Und ich muss sagen - was auch immer man von Dan Brown halten mag - er hat es einfach drauf. (© Katrin)
30. Januar 2008:
Irgendwie komm ich im Moment nicht so richtig zum lesen. M....! Und doch: zur Zeit schmöker ich in Yael Hedaya "Liebe pur". Warum ich dieses Buch gekauft habe? Es lag in der Wühlkiste und das Cover hat mich irgendwie angesprochen. Ich war einfach neugierig und dachte, ich kann auch mal was anderes lesen als Coelho oder Dörrie. Und da ist es, eine Geschichte einer Liebesbeziehung, die sich so langsam entwickelt und in der ein Welpe eine wohl tragende Rolle spielt. Interessant an dem Buch ist, dass es bis jetzt völlig ohne Namen auskommt. Während ich mich in meiner Schreiberei gerade damit beschäftige, wie meine Protagonisten am treffendsten heißen könnten, wird hier jegliche Benamsung vermieden ("Benamsung", schönes Wort, gelle; und im Duden gibt es das sogar; okay, als Verb, aber als Substantiv sieht es auch hübsch aus). Die Protagonisten heißen "der Mann", "die Frau", "der Hund". Ganz einfach. Mal sehen, wie es weiter geht. (© Katrin)
11. Januar 2008:
Meine Freundin hatte das Buch in einer Literatursendung im Fernsehen entdeckt und sich gedacht, das ist genau was für mich. Ja, erwischt. Russell Hobans "Amaryllis Tag und Traum" hat bei mir voll ins Schwarze getroffen. Es geht darin ums Träumen. Nicht einfach so träumen, wie das jeder kennt, nein: bewusst einen anderen Menschen in seinen Traum einladen. "Eine echt irre Sache", dachte ich mir, als ich das las. Da geht es um Kleinsche Flaschen. Da zitiere ich lieber aus dem Buch: "Die Kleinsche Flasche kann nicht in den dreidimensionalen Raum eingebettet werden, aber sie kann darin eintauchen ... Jede Kleinsche Flasche im dreidimensionalen Raum muss irgendwo durch sich selbst hindurchgehen." Ja, denkt da mal drüber nach.
Ja, zwei Menschen verabreden sich im Traum, an einem bestimmten Ort und erleben diesen Traum beinah realer, als die sogenannte reale Welt. Die Hauptfigur des Romans "beamt" sich durch die Vorstellung eines Möbiusbandes in genau diesen Traum, wie die andere Person dazukommt, habe ich bisher noch nicht erfahren. Wahrscheinlich nimmt er sie einfach mit, wenn er sich vorstellt, wohin und mit wem er sich dorthin träumen will. Eine erstaunliche Sache und wirklich gut geschrieben, das Buch. (© Katrin)
01. Januar 2008:
Happy new Year! Frohes neues Jahr! Weihnachten war echt toll, da habe ich wieder einige neue Bücher geschenkt bekommen. Man, das erinnert mich an meine Kindheit, wo ich manchmal einen riesen Stapel davon unterm Weihnachtsbaum gefunden habe. Ja, mit Büchern kann man eine Leseratte wie mich eben immer glücklich machen.
Ein für mich sehr besonderes Buch habe ich von meinen Freunden bekommen. Es ist schon eine Weile her, es war auf meiner "Willkommen-im-neuen-Leben" Party. Theodor Storm "Briefe an seine Braut", ein wunderschönes Werk. Lieben Dank an dieser Stelle nochmal.
Zu Weihnachten gab es Paulo Coelho und Jenny-Mai Nuyen. Nuyens "Nocturna" fange ich jetzt an zu lesen und ich bin sehr gespannt. Die letzten Wochen hatte ich mich in den Erstling des Autorenduos Bauer/Lewinksi reingefressen: "Powerfrauen betrügt man nicht". Ein packendes Buch! Das Interview, das ich mit beiden geführt habe, ist auch klasse und wird in Kürze veröffentlicht! Ich freu mich schon auf die neuen Bücher und werde euch berichten. (© Katrin)